Vier Jahre lang konnte man mich wöchentlich in einem von Münchens aufregendsten Etablissements als Mentalist erleben. Ein Engagement, welches in dieser Form absolut einzigartig war. In über 200 Auftritten zeigte ich Phänomene wie Hellsichtigkeit, Gedankenlesen, Telepathie und mentales Metallverbiegen (siehe Foto). Ich bekam die Möglichkeit tausende Leute zu begeistern und an meinen Fähigkeiten zu arbeiten, dass diese so verlässlich wie möglich wurden.

OSMAN, der Mentalist aus München, verbiegt eine Gabel

Hier einer meiner ersten Auftritte im NEKTAR München:

Welche Fähigkeiten sollen das sein? Kann man wirklich Gedanken lesen?

Nach der Uri Geller Show „The Next Uri Geller“ (auch ich war als Berater im Hintergrund beteiligt), schwappte eine riesige Welle an Büchern (erneut *hüstel*), Motivation-Talks und sonstige Speaker-Vorträge über Deutschland, Österreich und Schweiz hinweg. Ein jeder Mentalist entdeckte, dass eine Menge Geld in diesen Bereichen zu machen war. Denn wer würde nicht selber gerne Gedanken lesen und beeinflussen können. Und genau mit diesem Aufhänger verkaufen sich bis heute sämtliche mentale Performer. Daran ist im Grunde auch nichts verkehrt, schwierig wird es erst, wenn man sich ansieht, was bei diesen Seminaren oder Talks genau erklärt wird. Oftmals stecken hinter den Techniken einfach nur Zaubertricks. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist für einen Laien (und selbst Experten lassen sich regelmäßig täuschen) so gut wie unmöglich. Es existiert aber tatsächlich eine Methode, die beinahe übersinnlich wirkt.

Werden Sie Mentalist – Lernen Sie Gedanken lesen

Zugeben, der Seitentitel ist etwas reißerisch. Aber ich wette, er hat Sie neugierig gemacht. Wie gut Mentalisten nun wirklich Körpersprache lesen oder auf die eigene Intuition hören können sei ein mal dahingestellt. Auch gibt es unzählige geheime Methoden, die ich einfach nicht verraten kann. Um Ihnen jedoch trotzdem einen Einblick in die komplexe Welt der Mentalisten geben zu können, zeige ich Ihnen ein bekanntes Phänomen, mit dem Sie tatsächlich in der Lage sind, Gedachtes sichtbar zu machen. Klingt verrückt, ist aber zu 100% wahr.
Vielleicht kennen Sie ja das Geisterbrett, Gläserrücken, Wünschelruten oder auch Pendeln. Ein Mentalist macht sich den Ursprung dieser Phänomene zum Nutzen.

Erstes Experiment

Um einen Gedanken sichtbar zu machen und damit Sie mir leichter folgen können, probieren Sie doch ein mal Folgendes aus:
Binden Sie an eine ca. 30cm lange Schnur ein Gewicht (z.B. eine Schraubenmutter oder einen Schlüssel) und halten Sie die Schnur am anderen Ende. Ihnen ist sicher aufgefallen, dass Sie gerade ein improvisiertes Pendel gebastelt haben. Stützen Sie Ihren Ellenbogen an einem Tisch ab, bewegen Sie Ihre Hand dabei jedoch nicht. Halten Sie diese völlig still und konzentrieren Sie sich nur auf das Gewicht am Ende der Schnur.

Stellen Sie sich nun vor, wie das Gewicht langsam beginnt hin und her zu schwingen. Es erfordert nur etwas an Vorstellungskraft. Etwas Interessantes wird passieren: Obwohl Sie der festen Überzeugung sind Ihre Hand nicht zu bewegen, beginnt das Gewicht tatsächlich langsam zu schwingen. Denken Sie nun an eine kreisförmige Bewegung und innerhalb von kürzester Zeit ändert sich die Schwungrichtung.

Wie geht das?

Was Sie gerade erlebt haben, ist das selbe Phänomen, dass auch Geisterbretter (Ouija) antworten lässt.

Zweites Experiment

Um es simpel herunter zu brechen: Der sogenannte „Ideomotorische Effekt“ zeigt, dass Gedanken sich in kleinen unterbewussten Muskelbewegungen manifestieren können. Ganz nach der „Goldenen Regel der Mechanik“ macht beispielsweise ein Medium wie das Pendel diese Bewegungen sichtbar. Mentalisten nennen diese Methode „Muskellesen“. Hier ein weiteres simples Experiment, dass Sie versuchen können, um das Potential von Muskellesen selbst zu erleben:

Legen Sie fünf Gegenstände vor sich in eine Reihe und lassen Sie eine weitere Person an einen dieser Gegenstände denken. Greifen Sie nun das Handgelenk dieser Person (sie soll es locker lassen, Sie halten das Gewicht der Hand) und bitten Sie die Person nun sich vorzustellen, nach dem Gegenstand an den sie denkt mit der selben Hand zu greifen. Wandern Sie mit der Hand Ihrer Versuchsperson langsam über die Objekte und fühlen Sie nach Widerständen. Der Gegenstand über dem Sie keinen Widerstand spüren, ist der Gedachte.

Diese Demonstration ist die Basis. Mit einer Menge Übung kann man die unglaublichsten Dinge tun: Versteckte Gegenstände entdecken, PIN Nummern und ganze Namen erraten.

Es ist vielleicht nicht immer alles wahr, was Mentalisten auf der Bühne erzählen, aber wir besitzen Techniken und Methoden, die weitaus komplexer sind, als man sich das oft vorstellen mag.

p.s.: Für die, die es interessiert – Der Urvater des Muskellesens hieß Washington Irving Bishop, geboren 1856. Was er alles anstellen konnte und auf welch grausame Art und Weise er sein Leben verlor, kann man HIER nachlesen.

Mentale Bühnenshow

Neugierig geworden? Erleben Sie die hier beschriebenen Phänomene und noch viel mehr live in einer interaktiven Show.

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