Besseres Üben – Arbeit als Spiel

Besseres Üben – Arbeit als Spiel

„Work hard, play hard?!“

Arbeit als Spiel. Was für ein wundervolles Konzept. Spielen ist ein Instinkt. Durch das Spiel lernen Menschen am schnellsten. In der Tierwelt ist es dabei nicht anders. Was hat das mit Arbeit zu tun? Eventuell denken Sie sich jetzt, dass ein Künstler ja nicht wirklich im klassischen Sinne arbeitet, richtig? Das stimmt so nicht ganz. Mein erster Artikel endete damit, dass ich einen Trick beschrieb, bei dem man Karten werfen und fangen muss. Verlässlich und somit vorführtauglich. Schließlich verlange ich für meine Aufführungen ja auch Geld. Immer und immer wieder die selbe Bewegung durchzugehen, etwas richtig einzustudieren bedeutet nicht nur harte Arbeit, sondern auch eine Menge Geduld. Ich wette Sie haben noch nie versucht 52 heruntergefallene, flache Spielkarten von einem Parkettboden aufzuheben. Und zwar den ganzen Tag lang. Leider gibt es physisch keinen anderen Weg, keine Abkürzung. Konzentrierte, jedoch stumpfe Wiederholung ist nunmal nötig. Wenn wir daran also nichst ändern können, wie ist es dann möglich, aus einer solchen Notwendigkeit Freude zu erlangen?

Arbeit als Spiel unterscheidet sich nicht viel fnord

Mindset – Arbeit als Spiel

Eine Sache gibt es, die wir alle in der Hand haben: unser Mindset (sprich: unsere Denkweise). Dies ist auch etwas, dass Ihnen im Umgang mit schwierigen Menschen hilft. Sie können die Gedanken der anderen nicht lesen oder verändern (ich auf Wunsch schon 🙂 ), Sie können aber Ihre eigene Einstellung und somit auch Gedanken kontrollieren.

Für mich persönlich habe ich folgende 5 grundsätzliche Schritte definiert:

  • Akzeptieren Sie, dass Ihre Aufgabe gerade nötig ist

Ich persönlich weiss, wie oben bereits gesagt, dass ich ohne Übung nicht voran komme. Mir hilft es dabei, das große Ganze zu sehen. Ich stelle mir vor, wie meine Zuschauer staunen und lachen, da ich der Lage bin, dieses Kunststück aufzuführen. Dieser Gedanke hat mich ja überhaupt erst dazu gebracht, diesen Trick einzustudieren. Lassen auch Sie sich durch solche Gedankenspiele motivieren. Selbst wenn Sie in einem Supermarkt arbeiten und die Regale einräumen. Malen Sie sich dabei z. B. eine alte Dame aus, die Dank Ihrer Arbeit dankbar sein wird, dass alles so gut geordnet und zu finden ist. Bei dieser mentalen Übung gibt es kein Richtig und Falsch. Jeder ist anders, jeder hat andere Bedürfnisse und Beweggründe.

 

  • Hören Sie auf, sich leid zu tun

Ich muss akzeptieren, dass ich mich nach den Spielkarten auf dem Boden bücken werde. Und zwar nicht nur ein mal. Da mir der vorherige Schritt die nötige Motivation gibt nicht aufzugeben, gibt es keinen Grund für Selbstmitleid. Ein Boxer bejammert auch nicht jeden eingesteckten Treffer. Er ist in der Ring gestiegen und hat sich darauf (auch mental) vorbereitet.

 

  • Lösen Sie Spannungen

Der schlimmste der Feind der Zauberkunst ist Anspannung, ganz egal ob körperlich oder geistig. In Ihrem Beruf wird es dabei ganz ähnlich sein. Atmen Sie tief durch. Was der Körper macht, dem folgt der Geist. Im nächsten Artikel gehe ich auf meine bevorzugten Atmentechniken ein, um jegliche Spannungen (z. B. auch vor einem Auftritt) zu lösen.

 

Und dann schließlich:

  • Entdecken Sie Arbeit als Spiel

Sehen Sie sich Ihre Aufgabe von allen möglichen Blickwinkeln an. Da Sie nun durch den vorherigen Punkt körperlich und geistig entspannt sind, wird Ihnen dieser Punkt leichter fallen, als Sie gerade eventuell annehmen. Blicken wir noch ein mal auf den Kartentrick, den ich üben muss (oder darf). Ich muss also Karten werfen. Was ergeben sich für Spiele? Das erste Spiel (ich fand bis zum heutigen Tag bereits über 12) dass ich entdeckte war, die Karte so knapp wie möglich unter die Zimmerdecke zu werfen. Jedes Mal wollte ich mich dabei überbieten. Und wenn ich eine gute Wurfleistung erzielt hatte, versuchte ich diese 10x hintereinander zu schaffen. Erst dann würde ich ein weiteres Spiel (ver-) suchen, oder auch einen anderen Trick üben. Wenn in Ihnen jetzt die Angst hervorkommt, diese Herangehensweise wäre zu kindisch, dann ist das ein gutes Zeichen. Denn genau da wollen Sie hin. In die unbeschwerte, naive Welt eines Kindes, welches so sehr in sein Spiel vertieft ist, dass es nur das Hier und Jetzt gibt und die Zeit wie im Fluge vergeht. Spielen macht Spaß, und für das was Spaß macht, bringen Sie gerne freiwillig viel Zeit auf. Und nur so wird man gut.

p.s.: Selbst wenn ich daheim Teller waschen muss gilt: Arbeit als Spiel, und es klappt immer. Seien Sie kreativ und trauen Sie sich zu spielen!

Besseres Üben – Meine Herangehensweise

Besseres Üben – Meine Herangehensweise

Ich warne Sie gleich vor, auf Grund der Komplexität des Themas muss ich den Artikel in mehrere Teile aufbrechen. So ist es mir möglich, Ihnen einen kleinen Einblick in meine Herangehensweise zu gewähren.

„Üben, üben, üben…!“

Ich bin mir sicher jeder von uns musste diese Aussage mindestens einmal in seinem Leben hören. Ich kenne den Satz schon von Kindesbeinen an. Mit sieben Jahren war ich der festen Überzeugung, ein Klavier wäre das perfekte Instrument für mich. Als Enkelkind eines Professors konnte mir dieser (nicht unbedingt bescheidene) Wunsch glücklicherweise erfüllt werden und ich bekam mein erstes Piano. (Jahre später schenkte mein Großvater mir tatsächlich noch ein zweites: Ein E-Piano, welches ich bis heute bespiele und mich an ihn erinnert.) Unzählige Stunden saß ich täglich vor der Klaviatur, übte meine im Unterricht besprochenen Stücke. Auf dem Stuhl neben mir war meine Mutter, die als menschliches Metronom den Takt zählte und mich („freundlicherweise“) auf Fehler aufmerksam machte.

Ich übte täglich. Wenn ich nach einem langen Tag mit Freunden vom Fußball spielen aus dem Park zurückkam, setzte ich mich noch an’s Klavier und wiederholte immer und immer wieder Kompositionen aus meinem weiß-blauen Sonatinen-Album von Menschen, die meine Freunde aus der Kindheit nicht kannten: Béla Bartók, Clementi und Kuhlau.

Auch wenn es manchmal viel Geschrei gab und Tränen flossen, ich spielte gerne und machte schnell Fortschritte. Jahre später sollte es mir mit der Kartenmagie ähnlich ergehen. Jedoch (meist 🙂 ) ohne Tränen und ausgestattet mit einer deutlich höheren Frusttoleranz. Woran lag das?

Bruce Lee über Lernen

Die Frage nach Sinn ist sinnlos

Aus welchem Grund sollte ein Mensch sich hinsetzen und jeden Tag stundenlang Spielkarten in der Hand halten? Aus welchem Grund sollte man jeden Tag Tasten auf einer Klaviatur drücken? In meiner kindlichen Naivität von damals stellte sich mir diese Frage nie. Und auch heute geht es mir nicht anders. So wie ich mich in das Klavier verliebte, verliebte ich mich in die Magie, bzw. vor allem die Kartenmagie. Und da ich nicht plante professioneller Pianist oder Zauberkünstler zu werden (das Zweite ergab sich einfach), konnte ich mit einer spielerischen Sorglosigkeit dieser blinden Liebe zu meinem Instrument fröhnen. Hier findet sich auch die einzige Antwort auf Sinn, die ich geben könnte, würde man mich zwingen zu antworten: Blinde Liebe und Freude an der Sache. Ohne Bedingungen, aber mit dem Potential daran zu wachsen und mich selbst besser kennen zu lernen.

Üben ist eigentlich Spielen

In diesem Alan Watts Zitat findet sich auch bereits der wichtigste meiner Grundsätze im Bezug auf Üben und tatsächlich auch das Leben im Allgemeinen. In dem Moment, in dem Sie eine Aufgabe als Arbeit betrachten, entstehen Blockaden, Sie zögern, Sie gehen nicht die nötigen Schritte und versuchen diese Arbeit so weit es geht zu schieben. In diesem Moment empfinden Sie keine Freude an der Sache und werden diese mit hoher Wahrscheinlichkeit auf lange Zeit aus freien Stücken heraus nicht länger verfolgen.

Verstehen Sie mich dabei bitte nicht falsch, auch ich habe Momente an denen ich merke, jetzt wird das Üben nervig und ich habe das Gefühl, ich quäle mich nur noch durch die Bewegungen. In diesen Momenten mache ich eine Pause. Dann sehe ich mir die Aufgabe welche vor mir liegt an, und suche nach dem Spiel darin.

Mindset – Aufgabe wird zum Spiel

Es gibt beispielweise einen Effekt, bei dem eine Karte in die Luft geworfen wird, auf dem Weg hinunter in das Kartenspiel einschlägt und eine vorher gewählte und unterschrieben Karte spaltet. Fast so wie Robin Hood mit den Pfeilen. Ein wesentlicher Teil der Methode ist genau das: Eine Karten werfen und im Kartenspiel fangen. Um das zu üben und somit verlässlich vor Publikum vorzuführen, gibt es keine Abkürzung. Das bedeutet stundenlanges Werfen und Fangen. Wie Sie nun den ersten wesentlichen Schritt genau umsetzen und aus der Aufgabe ein Spiel machen, sehen wir uns im nächsten Artikel an.

Weltmeisterschaft der Zauberer – FISM

Weltmeisterschaft der Zauberer – FISM

FISM – Fédération Internationale des Sociétés Magiques

Die 1948 gegründete Vereinigung FISM setzt sich aus über 50.000 Zauberern aus ca. 50 Ländern zusammen. Sie gehört den zu wohl anerkanntesten der Welt. Dabei darf man sich nun keinesfalls Gruppen von Magiern in dunkle Roben gehüllt vorstellen, welche in geheimen Ritualen Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen. (So etwas überlassen wir den Teilnehmern des BIlderberg-Treffens.)

Alle drei Jahre findet ein ganz besonderes Event statt. Immer in einem anderen Land. Eine Mischung aus Wettbewerben (in verschiedenen Sparten der Zauberkunst), sogen. Dealer Halls (dort werden die neuesten Zaubertricks verkauft), dem Wiedersehen alter Bekannter und Treffen eigener Idole statt.

FISM Galashow
FISM Dealer beim Verkauf der Zaubertricks

Ich habe Ihnen hier nun einige meiner persönlichen FISM Highlights herausgesucht. Jedoch wurden nicht alle Showacts per Kamera festgehalten, die mir persönlich am besten gefallen haben.

Gaston – Weltmeister aus Deutschland

Gaston ist jedem Zauberkünstler in Deutschland ein Begriff. Als Gründungsmitglied der „Fertigen Finger“ ist er regelmäßig beim sogenannten Magic Monday in München zu sehen. Dieser findet jedoch seit 2018 nicht mehr wie früher im Theater „und sofort“ statt. Denn dieses musste auf Grund eines Wasserschadens sanieren und wird in Zukunft nicht mehr als Theater verwendet. Der Magic Monday lebt im Münchner Theater „Drehleier“ weiter. Sehen Sie hier die Nummer, die Gaston bei FISM 2006 vorführte und ihm den ersten Platz der Kategorie „Parlour Magic“ sicherte.

Soma – Weltmeister aus Ungarn

Das Video, welches Sie hier gleich sehen, zeigt die Sparte der Manipulation. Da bei dieser Art von Programm oftmals nicht gesprochen und nur zu Musik aufgeführt wird, bauen die Künstler gerne eine Geschichte mit ein. Mein Highlight: Der Moment an dem die Zeit zurückgedreht wird. Aber sehen Sie selbst.

Rick Merrill – Weltmeister aus USA

Zwei einfache Gegenstände. Ein Stift und eine Münze, welche ständig Platz tauschen, verschwinden und auftauchen. Und das absolut verrückte ist, hier werden keine fremden Hilfsmittel verwendet, Sie sehen pure Fingerfertigkeit. Mit dieser Nummer wurde der Amerikaner Rick Merrill 2006 (in einer anderen Sparte als Gaston) Weltmeister.

Gibt es echte Zauberei wirklich?

Gibt es echte Zauberei wirklich?

Echte Zauberei oder nicht

Aktuell arbeite ich an einem Buchprojekt für die Zaubererszene und darum stellte ich mir kürzlich die oben angeführt Frage. Je nach dem wen man fragt, bekommt man auf dieses Thema unterschiedliche Antworten. Einen Mann wie z. B. Aleister Crowley hätte ich selbst zu den zeremoniellen Magiern gezählt. Diese sind der Meinung, dass man mit oftmals langen und komplexen Ritualen gewisse Dinge in der Welt verändern und erscheinen lassen kann (Magick). Sogenannte „Psychics“ wie Sylvia Browne, John Edward und James van Praagh behaupten Phänomene zu zeigen, die wir als echte Zauberei bezeichnen würden (z.B. Feinfühligkeit, mit Verstorbenen kommunizieren, Hellsichtigkeit). Bis zum heutigen Tag gibt es dafür jedoch keinen nachvollziehbaren Beweis. Zauberkünstler James Randi bietet noch immer erfolglos seine 1 Millionen Dollar Challenge jedem an, der sich behaupten will.

Interessant wird es jedoch, wenn man seinen semantischen Horizont nur etwas erweitert. Hier kommt ein Mann ins Spiel…

 

Ich bitte Sie sich das Video komplett anzusehen. Braco ist ein „Wunderheiler“. Alles was er macht ist Stehen und Sehen. Er behauptet dabei aber nicht mit einer toten Uroma kommunizieren zu können. Er zeigt keine Zaubertricks als Wunder verkleidet. Könnte man diesen Mann nun als echten Zauberer bezeichnen? Hört man nun die Berichte der Teilnehmer seiner Veranstaltung, erfährt man die Antwort auf die Frage dieses Blogartikels.

Echte Zauberei gibt es… wirklich!

Bevor Sie mich jetzt als vollkommen verrückt abstempeln, erlauben Sie mir bitte zu erklären, was ich meine. Die Person Braco ist hier nur als interessantes Beispiel anzusehen. Auch wenn dieser Mann nur auf die Leute blickt, erleben diese etwas. Und genau dieses Erlebnis ist zu 100% echt und real. Zauberei existiert als eine Dimension subjektiver Erfahrung. Das selbe passiert, wenn ein Magier einen Zaubertrick zeigt. Dieser kurze Moment des Erstaunens über eine Unmöglichkeit findet in den Köpfen der Zuschauer tatsächlich statt, obwohl natürlich „nur“ ein Trick dahinter steckt. Und doch ist die Erfahrung des Tricks magisch. Sie ist echt.

Genau das ist das schöne an meinem Beruf. Mit rationalen Methoden ist es mir möglich, eine echte subjektive magische Erfahrung zu erschaffen. Und das Hirn unterscheidet nicht, ob eine Erfahrung nur im Kopf oder in der greifbaren Welt stattfindet. Oder haben Sie noch nie bei einem Film geweint, obwohl nicht Ihnen sondern dem Hauptdarsteller etwas tragisches passiert ist?

Jahresendspurt und Weihnachtsfeiern

Jahresendspurt und Weihnachtsfeiern

Weihnachtsfeiern – Das war’s in diesem Jahr

Letzten Freitag endete mein Marathon an Weihnachtsfeiern. Der Dezember ist für uns Zauberkünstler ein Monat, der oft alles abverlangt. Gerade in den ersten zwei Wochen wachst du beinahe jeden Tag mit dem Wissen auf, (vor allem) abends, wenn es bereits dunkel ist, noch aufzutreten. Manchmal sogar auf zwei Veranstaltungen hintereinander. (Auch gilt mein Dank an dieser Stelle den zahlreichen Taxiunternehmen, die mich zuverlässig von Auftritt zu Auftritt brachten. Und selbst die Bahn war bei mir immer pünktlich – ein wahres Weihnachtswunder.)

Wie viele unterschiedliche Menschen man in dieser arbeitsintensiven Zeit kennenlernen darf ist unglaublich. Von multimillionen-schweren Konzernen zu privaten Feiern (eine unglaubliche Party mit dem Thema „James Bond“ wird mir noch lange positiv in Erinnerung bleiben) zu sozialen Einrichtungen, die auf andere schauen und dafür oftmals nicht gerechet entlohnt werden. Dieses Jahr war einfach alles dabei. Und wie immer zeigt sich, alle lachen und staunen über die selben Dinge. Darum an dieser Stelle einen herzlichen Dank, dass ich Sie und Euch auf Euren Weihnachtsfeiern unterhalten durfte. Es war zwar anstrengend, aber auch -und das ist viel wichtiger- jeden Tag eine Freude meine Kunst mit so vielen Menschen zu teilen. Auch fand am 20.12. mein letzter Auftritt in diesem Jahr im HERZOG statt, 2018 geht es aber wie gewohnt weiter.

Pause von den Weihnachtsfeiern

Kurz vor Silvester bin ich wieder da, aber bis dahin…

… genieße ich die ruhige Zeit ohne Trubel und verbringe sie außerhalb der Großstadt mit meiner kleinen Familie. Das Jahresende bringt einen dazu, den Blick auf das Wesentliche im Leben zu lenken. Nein, nicht die Geschenke 🙂 Sondern Freunde, Familie und Bekannte und alle, die uns wichtig sind. Jeder braucht eine kurze Verschnaufpause, um dann mit neuer Kraft und Lust wieder antreten zu können.

In diesem Sinne: Feiern Sie Weihnachen mit ganzem Herzen, essen Sie gut, lachen Sie viel und kommen Sie mit bester Laune ins neue Jahr 2018. Vergessen Sie dabei jedoch nicht gelegentlich tief durchzuatmen und inne zu halten. Das beruhigt. Spätestens wenn Sie folgendes Lied zum tausendesten mal im Radio hören 🙂 –>

Sparten der Zauberkunst: Bühne

Sparten der Zauberkunst: Bühne

Bühne

Im 21. Jahrhundert erleben wir gerade auch in Deutschland ein riesiges Revival an Zaubershows. Close up Zauberer (auch bekannt als Tischmagier) gehören immer noch zu den Raritäten, wobei Magier auf der Bühne immer mehr an Beliebtheit gewinnen. In der Welt der Zauberer unterteilen wir die Magie in viele verschiedene Sparten. Heute sehen wir uns die Bühnenmagie an und deren prominenteste Vertreter an.

Ehrlich Brothers

Diesen zwei Jungs kann man sich einfach nicht entziehen. Innerhalb von von kürzester Zeit haben die Brüder Andreas und Christian die magische Szene in Deutschland auf den Kopf gestellt. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass ihr Ruhm nicht von heute auf morgen kam. Seit Jahren arbeiten die beiden bereits an ihre Illusionen und stecken ihr verdientes Geld in die Weiterentwicklung. Selbst David Copperfield wollte bereits zwei Illusionen der Brüder abkaufen. Die Ehrlich Brothers sagten ihm jedoch ab.

Ehrlich Brothers auf der Bühne
Bühnenmagier David Copperfield

David Copperfield

Seit den 70er Jahren ist Copperfield aus dem TV nicht mehr wegzudenken. Auch ich besitze voller Stolz ein Autogramm dieses Ausnahmemagiers. Nicht nur war er mit Claudia Schiffer zusammen (ein Trick auf den vielen Zauberer bis heute neidisch sind 😉 ), sondern besitzt einen wahren Schatz: Das „International Museum and Library of the Conjuring Arts“. Dabei handelt es sich um die größte Sammlung magischer Memorabilia, Bücher und Apparate. Zu seinen bekanntesten Illusionen zählen: Die Durchdringung der Chinesischen Mauer, das Verschwinden der Freiheitsstatue und auch der Ausbruch aus Alcatraz.

Derren Brown

Nicht nur Zauberei mit bunten Boxen oder tänzelnden Assistentinnen ist auf der Bühne möglich. Der wohl mit Abstand beste Mentalist im 21. Jahrhundert ist der Brite Derren Brown. Mit einfachen Mitteln, spannenden Präsentationen, Humor und Kreativität weiss dieser Mann sein Publikum seit Jahren zu fesseln. In England eine Fernsehpersönlichkeit ist der 1971 geborene Illusionist seit beinahe 17 Jahren Teil der britischen TV-Landschaft. Seancen im Fernsehen, Russisches Roulette und weitere Stunts machen Derren zu einem der interessantesten magischen Künstler der Welt. Wer die Chance hat seine Bühnenshows sehen zu können, sollte nicht eine Sekunde zögern. Besser geht es nicht.

Bühnenmentalist Derren Brown